Everswinkel. „Not macht erfinderisch“, erklärt Raphael Wierbrügge, Trainer der Regionalliga-Damen des SC DJK Everswinkel. In einer Woche geht die neue Spielzeit los. Die Vorbereitung, die manchmal sehr holprig verläuft, steht im Zeichen eines großen Kaderumbruchs.
„Nach dem Abstieg aus der dritten Liga wollen wir uns in der Regionalliga neu aufstellen und dabei konsequent auf Spielerinnen aus der eigenen Jugend setzen“, berichtet der stellvertretende Abteilungsleiter André Henning. „Die Mannschaft hat ein neues Bild. Wir haben fünf Spielerinnen abgegeben, die über 30 Jahre alt sind und bekommen fünf Spielerinnen dazu, die um die 18 Jahre alt sind“, beschreibt Wierbrügge, der nach einem Jahr Unterbrechung auf die Trainerbank zurückkehrt, den großen Umbruch.
Aus der eigenen Jugend stoßen Anna Röttgermann (20 Jahre, Linksaußen), Julia Kötter (19, Torfrau), Pela Al Mahmoud (18, Rückraum Mitte) und Jana Henning (19, Kreis) zum Kader. Aus dem Westmünsterland kommt die 18-jährige Rückraumspielerin Sina-Marie Werning. Mit einem Zweitspielrecht spielte sie zuletzt für die Juniorinnen von Vorwärts Wettringen und für die Damen des TV Emsdetten. Alle Neuzugänge sollen Spielanteile erhalten, um sich individuell weiterzuentwickeln.
Mit Loreen Veit schließt sich eine Bundesligaspielerin von Bayer Leverkusen dem SC DJK Everswinkel an. Die vielseitig einsetzbare 23-Jährige spielte sieben Jahre für die Werkselfen. Jetzt beendete sie ihre Profikarriere und zog aus privaten und beruflichen Gründen in den Kreis Warendorf, was sich natürlich als absoluter Glücksfall für die Everswinkelerinnen entpuppte.
An diesem Wochenende startet die Regionalligasaison bereits. Da TuS Brockhagen aber eine Spielverlegung erbeten hat, beginnt die Spielzeit für den SC DJK Everswinkel erst am 31. August um 17.00 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV Hahlen. Ab dem Sonntag startet auch wieder der Dauerkartenverkauf.
In der neutitulierten Regionalliga treffen die Vitus-Handballerinnen auf viele altbekannte Truppen aus den Oberligazeiten. „Es könnte eine sehr ausgeglichene Liga werden, in der viele Teams oben mitmischen können“, vermutet Wierbrügge. Seine Topfavoriten sind die beiden Dortmunder Mannschaften ASC und BVB II.
„Wenn sich alle drei Damenmannschaften im Mittelfeld halten, dann haben wir unsere Ziele erreicht“, betont André Henning. Die zweite Damenmannschaft startet nach dem Klassenerhalt wieder in der Oberliga. Das Trainerteam um den langjährigen Coach Marius Schläpfer und Torwarttrainerin Katja Lietmann wird um Jan-Henrik Helmig vergrößert. Die dritte Damenmannschaft tritt mit ihren Übungsleitern Christopher Kleibolt und Florian Vogt in der Kreisliga Münsterland an. Langfristig soll auch eine vierte Mannschaft gegründet werden.