Everswinkel. „Es ist der beste Trainerposten, den es hier in der Umgebung gibt“, erklärt Malte Francke. Der Trainer von Vorwärts Wettringen übernimmt zur neuen Saison gemeinsam mit Petra Fichtner die Oberliga-Handballerinnen des SC DJK Everswinkel.
Die erste Damenmannschaft aus dem Vitusdorf spielte mit ihrem Trainergespann – bestehend aus Fichtner und Raphael Wierbrügge – eine famose Hinrunde und führt die Tabelle nun mit vier Zählern Vorsprung an. Trotz des aktuellen Laufs und der guten Stimmung im Team hält Raphael Wierbrügge, der in Personalunion Damentrainer und Abteilungsleiter ist, an seinem Plan fest, nur für ein Jahr die Truppe zu coachen. „Es war immer so abgesprochen, dass ich nur für ein Jahr als Platzhalter agiere“, betont Wierbrügge, der sich dann wieder voll auf seine zahlreichen Aufgaben als Abteilungsleiter fokussieren kann.
„Als ich Malte vor einem Jahr kontaktiert habe, hatte er bereits in Wettringen zugesagt“, erklärt Wierbrügge in seiner Rolle als Abteilungsleiter, „deshalb bin ich eingesprungen und wir haben in diesem Jahr frühzeitig miteinander gesprochen. Er ist ein sehr guter und erfahrender Trainer.“ Der Verein will langfristig mit Francke und Fichtner zusammenarbeiten.
Malte Francke spielte als Aktiver für den Ratzeburger SV und in Köln-Nippes unter anderem in der Oberliga. Mit 26 Jahren musste der heute 41-Jährige dann seine Karriere aufgrund einer Knieverletzung frühzeitig beenden. Als Trainer war er in Burgsteinfurt und Greven im Mädchen- und Damenbereich aktiv, bevor der B-Lizenz-Inhaber acht Jahre die erste Damenmannschaft von Vorwärts Wettringen in der Verbands- und Oberliga coachte. Mittlerweile wohnt der zweifache Familienvater, der in der Energiebranche tätig ist, in Handorf.
„Es ist einfach eine reizvolle Aufgabe. Die Strukturen passen und es ist ein top geführter Verein“, verspürt Francke viel Lust auf seine neue Mission. Sportliche Ziele sind angesichts der Tabellensituation natürlich unmöglich zu benennen: „Mein Ziel ist es, anzukommen in Everswinkel“. Unterstützten werden ihn bei der Eingewöhnung neben Petra Fichtner auch Torwarttrainerin Anna Schilling und Physiotherapeutin Marie-Pierre Averesch, die weiterhin dem Trainerteam angehören werden. „Zu Petra habe ich einen guten Draht. Wir ergänzen uns exzellent“, so Francke.
„Man muss den Handball auch nicht immer neu erfinden und die Everswinkelerinnen spielen wirklich einen sehr guten Handball“, berichtet Francke, der beim Erzählen nahezu ins Schwärmen gerät. Francke will deshalb sein verstärktes Augenmerk auf die Defensive legen: „Die Abwehrarbeit war – schon als Spieler – immer meins. Deshalb würde ich dort gerne noch an ein oder zwei Schrauben drehen.“